Ernährung

Exotencheck: Die Avocado

Heute stelle ich euch in unserer Serie „Exotencheck“ die Avocado vor. Eine tropische Frucht, die in den letzten Monaten zum Renner in sämtlichen Supermärkten geworden ist.

Herkunft

Bereits vor ungefähr 10.000 Jahren begannen die Leute in Südmexiko Avocados zu pflanzen. Heutzutage findet ihr die Avocado Plantagen in Ländern mit einem sehr warmen, wenn nicht sogar heißen Klima. Hierzu zählen Mexiko, Peru, Südafrika, Israel, Südspanien und weitere Länder Nord- und Zentralamerikas. Avocados wachsen auf Bäumen, die 15 bis 20 Meter hoch werden können. Bis heute gibt es etwa 400 verschiedene Sorten. In unseren Geschäften findet ihr vor allem die Sorten „Hass“ und „Fuerte“. Viele Leute denken, dass die Avocado aufgrund des überaus großen Kerns zu den Steinfrüchten zählt – falsch gedacht. Es handelt sich hierbei nämlich um eine Beere.

Aussehen

Je nach Sorte sind die Avocados entweder rundlich, oval oder birnenförmig. Die Farbe der Schale reicht von Grün über Dunkelrot bis hin zu Schwarz. Das Fruchtfleisch ist in den meisten Fällen Hellgelb und zur Schale hin Grün. Anhand der „Hass“ und „Fuerte“ Avocados könnt ihr den Unterschied sehr gut erkennen. „Fuerte“ Früchte sind gleichmäßig grün und haben eine Birnenform mit kleinem Hals. Hingegen ist die „Hass“ Avocado etwas kleiner und besitzt eine runde oder Ei ähnliche Form. Wenn sie reif ist verändert sich ihre „Hautfarbe“ von Grün zu Schwarz. Das Gewicht und die Größe von Avocados kann sehr verschieden sein. Die Früchte werden zwischen 7 und 20 cm lang und wiegen ungefähr 50 bis 900 Gramm.

Lagerung

Wenn ihr Avocados im Supermarkt kauft sind sie meistens noch nicht reif. Daher könnt ihr sie Zuhause einfach in ein Zeitungspapier einrollen und bei Zimmertemperatur zwei bis zehn Tage aufbewahren. So lange dauert es, bis die Avocado reif ist. Wenn ihr nur eine Hälfte der Avocado gegessen habt, kann die andere problemlos im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Hierzu steckt ihr den Kern wieder in die halbe Avocado und verteilt etwas Zitronensaft über dem Fruchtfleisch. So wird die Haltbarkeit der Frucht verlängert und unschöne braune Flecken vermieden.

Verwendung

Woher weiß ich ob die Avocado reif ist? Mit einem einfachen Test könnt ihr feststellen, ob die Avocado schon gegessen werden kann. Drückt vorsichtig mit dem Finger auf die Schale, wenn sie leicht nachgibt und nicht mehr hart ist, sollte sie reif sein. Die Avocado wird der Länge nach und rund um den Kern aufgeschnitten. Das Schneiden ist nicht so einfach und etwas gefährlich, daher fragt ihr am besten eure Eltern ob sie euch damit helfen können. Mit einer kleinen Drehbewegung trennt ihr die beiden Hälften voneinander und entfernt den ungenießbaren Kern. Das Fruchtfleisch wird mit Hilfe eines Löffels herausgenommen und sofort wieder mit etwas Zitronensaft beträufelt. 

Besonders lecker schmeckt die Avocado im rohen Zustand und eignet sich unter anderem als Brotaufstrich, Dip oder in fruchtigen Salaten. Sie ist zudem vollgepackt mit wertvollen Vitaminen und versorgt euren Körper so mit wichtigen Nährstoffen. Ein kleiner Tipp am Rande: Erhitzt die tropische Frucht kaum, ihr Geschmack wird ansonsten sehr bitter.

Nachfolgend habe ich noch ein köstliches Rezepte für euch.

Avocado-Dip

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 1 sehr reife Avocado (ca. 200 g)
  • 2 Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Limette
  • 150 g Joghurt
  • Salz
  • Cayennepfeffer

Und so geht’s:

  1. Halbiert die Avocado und entfernt den Kern. Danach nehmt ihr einen Löffel zur Hand, löst das Fruchtfleisch heraus und füllt es in eine Schüssel.
  2. Mit Hilfe einer Gabel zerdrückt ihr nun das Fruchtfleisch.
  3. Die gewaschenen Tomaten werden in Viertel geschnitten, die Kerne entfernt und das Fruchtfleisch zerkleinert. Anschließend schält ihr die Knoblauchzehe und drückt sie durch eine Knoblauchpresse.
  4. Von der Limette etwas Schale abreiben und den Saft der halben Frucht auspressen.
  5. Abschließend werden nun die einzelnen Zutaten vermischt. Gebt ungefähr drei Viertel der Tomatenstücke, Joghurt und Knoblauch zur zerdrückten Avocado. Je nach Geschmack würzt ihr den Dip nun mit Salz, Cayennepfeffer, Limettensaft und –schale. Die verbleibenden Tomatenstücke könnt ihr über den fertigen Avocado-Dip verteilen.

Der Dip passt perfekt zu Fleisch, Tortilla-Chips, Tacos oder geröstetem Brot.