Ernährung

Frische Gemüseernte im Februar

Habt ihr gewusst, dass es auch im Februar Gemüse gibt, welches frisch geerntet werden kann? Nein? Dann seid ihr hier genau richtig. Ich möchte euch nachfolgend ein paar Gemüsesorten vorstellen, denen die kalten Temperaturen wenig bis gar nichts ausmachen.

 

Salat á la Vogerl

Der Feldsalat oder auch Vogerlsalat - so wird er hauptsächlich in Österreich genannt - wird gerne im Winter gegessen, da er Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius verträgt. Wenn ihr im Spätsommer noch Salatsamen ausgesät habt, könnt ihr im Laufe des Winters euren eigenen Salat ernten. Falls die Pflanzen jedoch wirklich gefroren sind, solltet ihr mit der Ernte warten bis es wieder taut. Die hell- bis dunkelgrünen Blätter werden sonst etwas matschig und sind so kein wirklicher Genuss beim Essen. 

Generell besitzt der Vogerlsalat spitze, rundliche Blätter mit einer Länge von drei bis fünf Zentimeter. In ihnen steckt einiges an Vitamin C und Eisen. Nach der Ernte solltet ihr den Salat lediglich ein paar Tage im Kühlschrank lagern, denn er verwelkt sehr schnell. Er passt perfekt zu verschiedenen Fleischgerichten, schmeckt aber auch sehr gut in Kombination mit dem Erdäpfelsalat.

Klein, grün, rund und gesund: Die Kohlsprossen

Die Kohlsprossen sind ein herrliches und überaus gesundes Gemüse für die kalte Jahreszeit. Sie bestehen aus mehreren übereinander geschichteten Blättern und haben in der Regel eine hell- oder dunkelgrüne Farbe. Selbst Temperaturen von bis zu minus 12 Grad Celsius können den Kohlsprossen nichts anhaben. Im Gegenteil, sie verbessern sogar den Geschmack, da der Zuckeranteil erhöht wird. Die kleinen, runden Sprossen besitzen meistens einen Durchmesser von etwa 4 cm und strotzen nur so vor Vitaminen und Mineralstoffen. Somit sind sie ein wertvoller Gesundmacher für die dunklen und kalten Wintermonate.

Falls ihr die Kohlsprossen in das Gemüsefach von eurem Kühlschrank gebt, solltet ihr sie nicht länger als zwei bis drei Tage darin aufbewahren. Eingefroren können Sie aber auch 6 bis 8 Monate gelagert werden. Da dieses Gemüse nicht roh gegessen werden kann, solltet ihr es vor dem Verzehr etwa 10 bis 15 Minuten bissfest kochen. Anschließend könnt ihr es als Beilage zu verschiedenen Fisch- und Fleischgerichten essen.

Der Winterspargel

Die Schwarzwurzel erinnert nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Geschmack her an den echten Spargel und wird daher gerne „Spargel des Winters“ genannt. Die winterharte Pflanze wird etwa 60 bis 130 Zentimeter hoch und besitzt 30 bis 50 cm lange Wurzeln. Diese werden etwa 3 bis 4 cm dick und sind mit einer braun-schwarzen Rinde umgeben. Wie der Name schon verrät, können ausschließlich die Wurzeln gegessen werden. Diese sind vollgepackt mit Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

Wenn ihr die Schwarzwurzeln zubereitet, zieht euch auf jeden Fall Handschuhe an. Beim Schälen der Wurzel tritt nämlich ein weiß-gelblicher Milchsaft aus, der eure Hände verkleben kann. Des Weiteren solltet ihr die Stangen gleich nach dem Schälen in ein Wasser-Zitronen Gemisch legen, da sie sonst schnell braun werden. Danach könnt ihr sie in Salzwasser ungefähr 20 bis 30 Minuten kochen. Die Schwarzwurzel passt gut als Beilage zu Fleisch- und Wildgerichten und kann mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.